BELONG ANYWHERE

BELONG ANYWHERE - ACUD Studio / AirBnB apartment

opening: January 28th 2017, 6-9pm

Am 28.01. eröffnen wir die Ausstellung BELONG ANYWHERE an zwei Orten in Berlin. Der zentrale Ausstellungsort ist eine AirBnB Wohnung, im Anschluss an die Eröffnung gibt es im ACUD Studio, dem zweiten Teil der Ausstellung, Musik und Drinks.

Von der Wohnung zum ACUD Studio wird es einen Transfer mit Uber-Cars geben, die gleichzeitig der Ort für eine eigens dafür entstandene Arbeit sind. Die Location für den Ausstellungsteil in der Wohnung wird am Tag der Eröffnung via Mailinglist bekannt gegeben, hierzu bitten wir um RVSP an: belonganywhereex@gmail.com

„Belong anywhere. Die Tagline von AirBnB verspricht, dass dessen Nutzer überall auf der Welt zu Hause sein können. Berlin, Beirut, Beijing: AirBnB-Kunden bereisen diese Städte nicht mehr als Touristen sondern erwerben das Erlebnis des temporären Dazugehörens zu einem Ort.
Dabei stellt sich das anywhere zunehmend als imaginärer, translokaler und global homogenisierter Raum dar. Egal wohin man reist, AirBnB war schon da und kodiert die ästhetische Erfahrung urbaner Räume als eine serielle Abfolge gut ausgeleuchtet fotografierter und mit minimalistischen Designklassikern eingerichteter Wohnungen in begehrten Bezirken mit den immer gleichen Craft Beer Pubs und Cold Brew Kaffee-Bars. Midcentury modern, subway tiles, Edison bulbs. Die postindustrielle Stadt romantisiert die Artefakte der industriellen Moderne.

Sicherlich verweist das englische Verb to belong auch auf die Gewalt von Privateigentum und Klassifikation: Dies gehört mir und nicht dir. Der gehört dorthin und nicht hierher. Neue Ausschlüsse und Enteignungen sind der Preis des kosmopolitischen Belong anywhere. Kulturelles Kapital hilft dabei, die geschmackssicher eingerichtete Wohnung auf AirBnB an Touristen zu vermieten. Auf den billigen Plätzen außerhalb des S-Bahn-Rings muss bleiben, wessen Habitus nicht der Ästhetik des AirSpace entspricht. Aber Mittelschichtspräferenzen für Interior Design garantieren noch lange nicht, zu den Gewinnern von Sharing Economy und Wohnraumspekulation zu gehören. Die Grenzen verlaufen nach wie vor nicht zwischen denen, die schon mal eine Ausgabe der 032c erstanden haben, und dem Rest, sondern zwischen oben und unten.

Motor sowohl der App-Ökonomie als auch der wohnungswirtschaftlichen Gentrifizierung ist die Ausbeutung der weitgehend unsichtbaren, unter- und unbezahlten Arbeit eben derjenigen Stadtbewohner, die vom Kapital an den Rand und in die Prekarität gedrängt werden. Urbane Pioniere und Künstler laden durch ihre kreative Arbeit bestimmte Stadviertel mit einem symbolischen Wert auf, der von der Wohnungswirtschaft so begierig wie kompensationslos als lukratives Lokalkolorit zum Verkauf hochpreisiger Immobilien angeeignet wird. Ohne Bezahlung generieren wir alle durch unser digitales Kommunikationsverhalten die Datenspuren, von deren Aneignung und Auswertung zu Marketingzwecken die App-Ökonomie lebt. Hinter den UX-optimierten Interfaces all der neuen Lieferdienste und Micro-Work-Plattformen der Gig Economy schuften Scheinselbständige mies bezahlt und auf eigenes Risiko für den Profit von Tech-Investoren und den Komfort derjenigen, die zu bequem sind, um sich den Artisanal Burger selbst von der nächsten Straßenecke zu holen. Über diese zugleich unerlässlichen wie unscheinbaren Formen von Arbeit schweigen sich die sonst so geschwätzige Tech-Branche und Immobilienwirtschaft aus.

Im letzten Jahr bekamen die durchgestalteten Oberflächen der App-Ökonomie erste Kratzer. Regierungen in London, Barcelona, New York und Berlin weisen das Geschäftsmodell von AirBnB in die Schranken. Uber wird die Verantwortung für seine Arbeiter nicht länger per Fingerzeig auf ‘den Algorithmus’ von sich weisen können. Streiks der Deliveroo-Lieferfahrer in London und der Lieferfahrer in Mailand und Turin des Berliner Startups Foodora zeigen wie die neuen techno-sozialen Arbeitsverhältnisse in der digitalen Stadt strategisch gegen das Kapital gewendet werden können. Am gleichen Tag als das Londoner Essensliefer-Startup Deliveroo ein Millionen-Investment verkündete kürzte es den Fahrern per SMS die Vergütung. Die Fahrer traten in den wilden Streik, denn sie kannten sich. Deliveroo legt ein digitales Rasternetz über die Stadt, durch die es die Fahrer lokal koordiniert. So treffen sie sich während Bestellflauten an Straßenecken und schaffen sich ein kollektives Bewusstsein um ihre beschissenen Arbeitsverhältnisse. Vernetzt durch Whatsapp kamen sie in großer Zahl zusammen, um vermummt und stinksauer die Straße vor dem Deliveroo-Hauptquartier zu blockieren. Schließlich wurde die Lohnkürzung zurück genommen. Die geographische Optimierung der Ein-Klick-Bedürfnisbefriedigung organisiert eine Räumlichkeit, die Deliveroo-Fahrer trotz aller mit Startup-Rhetorik verkleideten Scheinselbständigkeit als gemeinsamen Betriebsalltag erfahren und in die Stärke kollektiven Handelns verwandeln konnten.“

Die Arbeiten der Ausstellung gehen der Frage nach dem Zusammenhang zwischen den ästhetischen Strategien des AirSpaces und den wohnungswirtschaftlichen Verdrängungseffekten der Sharing Economy nach. Aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven sollen die Verflechtungen der Corporate Aesthetic der DIY Bourgeoisie mit der semantischen Sphäre des englischen Verbs to belong aufgezeigt werden, welche auch auf die Gewalt von Privateigentum und Klassifikation verweist: Dies gehört mir und nicht dir. Der gehört dorthin und nicht hierher. Die Ausstellung nähert sich den kodierten Attributen und den Funktionsweisen des sozialen, imaginären Raums an. Welcome Home.

Eröffnung am 28.01. in der AirBnB Wohnung 18–21H, im ACUD Studio ab 20H. Im Anschluss legen im ACUD Marlene Stark und Elliver auf.

Die Ausstellung ist am 29.01. von 12-18.00 Uhr in der AirBnB Wohnung geöffnet. Die Adresse der Wohnung schicken wir euch. Bitte Email an:
belonganywhereex@gmail.com

On January 28th, we will open the exhibition Belong Anywhere at two locations in Berlin. Following up the opening in the central exhibition space – an AirBnB apartment – the second part of the show will take place at ACUD MACHT NEU along with some drinks and music.

There will be a transfer via Uber-cars from the apartment to ACUD MACHT NEU, that functions at the same time, as space of display for an exhibition piece that has been conceived for especially this setting. The Location of the apartment and the first part of the show, will be announced the day of the opening – for this purpose please RSVP to belonganywhereex@gmail.com.

The exhibition uses AirBnB’s popular tagline “Belong anywhere” as a starting point, the promise of being at home anywhere in the world, Berlin, Beirut, Beijing: AirBnB users travel to those cities not as mere tourists, they purchase and enact the experience of temporary affiliation to that place. In this notion Anywhere appears as an imaginary space, translocal and globally homogenized.

The works in the exhibition evolve around the trajectories and correlations between the aesthetical strategies of the AirSpace and the effects of displacement triggered by housing policies. Different artistic positions investigate the entanglements of the DIY Bourgoisie with the semantic sphere of private property and classification: This belongs to me and not to you. This one belongs there and not here. The exhibition approaches the coded attributes and operating modes oft he social, imaginary space. Welcome Home.

Opening on January 28th at the AirBnB apartment 6-9pm, at ACUD Studio from 8pm on. Followed by DJ Sets by Marlene Stark and Elliver.

The exhibition is open on January 29th from 12-6 pm at the AirBnB apartment. The exact adress will be send to you at the day oft he opening, please write to: belonganywhereex@gmail.com

Mit Arbeiten von:

Alexander Nowak
Ana Tabatadze
Anna Möller
Benedikte Bjerre
Brad Downey
Daniel Neubacher
Daniela Kneip Velescu
Felix Kultau
General Idea
Jens Franke
Jessica Mester
Johannes Büttner
Jörg Brinkmann
Joscha Schell
Katharina Marszewski
ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik
Lars Karl Becker
Life Sport
Lilly Lulay
Marina Pinsky
Marlene Stark
Neïl Beloufa
Nina Hollensteiner
Paul Barsch/Tilman Hornig
Philipp Gufler
Raphaela Vogel
Schroeter und Berger
Sebastian Mayer
Stephan Janitzky
Sung Tieu
Thomas Hämén
Zoë Claire Miller feat. Ina Wudkxxx
Ari Sariannidis
Lennart Schweder

Kuratiert von: Hate Magazin in Zusammenarbeit mit Nina Hollensteiner und Anna Giehn

Art Against Art Issue #3

Art Against Art is pleased to announce the Winter 2016/17 Issue #3 is available now

Art Against Art Issue #3 is looking at art in a post-market culture in the face of the seismic political and economic changes in the past year.

We have articles by:

Mitchell Algus on the culture of consensus.

Philip Sandifer on the cultural appropriation of the alt-right and what can be done.

Patricia MacCormack on the ethics of posthuman art.

Manuel Gnam on ambiguity in art after the political poles have shifted.

and there are image spreads by pioneering cybernetic artist Roy Ascott and transformative performance artist Justin Shoulder.

plus much more.

We also present a new artist edition by Matthew Langan-Peck - a set of three archival inkjet prints, overprinted with handscreened acrylic ink.

The prints comprise an edition of 40 + 10 A.P. 250€ for the set of three.

To purchase the magazine or the edition directly, please go to our webstore

http://www.artagainstart.com/p/store.html

ART AGAINST ART
Spenerstr. 11
10557 Berlin
http://www.artagainstart.com/
editorial@artagainstart.com

Crossing Over - the promise of mortality - a solo exhibition by maki Ishii

Crossing Over - the promise of mortality -
a solo exhibition by maki Ishii 
curated by Barbis works 
* The exhibition comprises two shows; Horizon and Rolling  
 
part 1 Horizon
at Arai Associates
Opening 27.01.2017 (fri) 19:00 - 21:00
28.01 - 12.02 .2017 Tue - Sun 13:00 - 19:00
Mon closed
Adress : 3F 11-5-5 Kotohashi Sumida Tokyo, Japan 130-0022 Tel : 050-3744-6404 Email : info@araiassociates.com

part 2 Rolling
at Gallery Hatch
Opening 11.02.2017 (Sun) 18:00 - 21:00
19.02.2017 - 12.02.2017 Tue-Sun 13:00 - 19:00 Mon closed Adress : 6-1-6 asakusa Taito Tokyo
Tel : 03-6240-6969


Crossing Over ~ the promise of mortality~
This installation will see Ishii recreate a sort of memory of "home". Through the use of found objects and juxtapositions different theatre set-sculpture, we will see the space transformed into a sort of 'dream', a room, caught in space and time on an in nite or unknowable loop. This home-from-home space looks closely at alienation, being removed from-, memories,migration, economics and time. Through simple, yet sad empty motifs, Ishii conveys a sense of the unkown or unknowable, a shared sense of what and why it is like to be left behind.

Maki Ishii born in 1982 lives and works in Berlin
2014 Graduated Staedelschule, Frankfurt Meisterschule
2016 Receipant of oversea study programe for Artists, agency for cultural administration, japanese government

MARTIN WENZEL // SCHACHTEL MARLBORO // 13. JANUAR 2017


MARTIN WENZEL
SCHACHTEL MARLBORO
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
13. JANUAR 2017, 19.00 - 21.00
14. JANUAR - 25. FEBRURAR 2017

PHILIPP PFLUG CONTEMPORARY
BERLINER STRASSE 32
60311 FRANKFURT AM MAIN

+49 160 918 811 63
MAIL@PPCONTEMPORARY.COM

Riccardo Paratore - Joyeux Tropiques


Riccardo Paratore
Joyeux Tropiques
December 16, 2016 - January 16, 2017

Opening reception 
December 15th 7pm

Rue Jean-Antoine-Gautier 18 
1201 Genève

Ausstellung / Exhibition: Gebaerden und Ausdruck

Gebaerden und Ausdruck

Mit Arbeiten von Liz Craft, Michaela Eichwald, Fanal, Birke Gorm, Julia Haller, Honey Suckle Company, Helena Huneke, Stefan Kern, Kontakt Sappho, Veit Laurent Kurz & Ben Schumacher & Stefan Tcherepnin, pcnc_bay und Steit

Birke Gorm, IOU, 2016

18. Dezember 2016 – 12. Februar 2017
Eroeffnung: Samstag, 17. Dezember 2016, 19 Uhr
Ort: Halle fuer Kunst Lueneburg, Reichenbachstrasse 2, 21335 Lueneburg

"Gebaerden und Ausdruck" ist der zweite Teil einer 3-teiligen Ausstellungsreihe, die im Fruehjahr dieses Jahres begonnen wurde und in 2017 weitergefuehrt werden soll. In ihr schreibt sich ein Interesse fort, das bereits Ausgangspunkt der Ueberlegungen zweier Ausstellungen in der Halle fuer Kunst war: Zum einen das Interesse am Moment der Ambiguitaet und Ambivalenz in der zeitgenoessischen Kunst („Ueber das Radikale Nebeneinander“, 2014), zum anderen das an Kenneth Angers Vorstellung vom Film und damit von kultureller und kuenstlerischer Produktion als magisches Ritual, die kontraer zu dem scheint, was sich heute als zutiefst zwiespaeltiges und ebenso fragwuerdiges, von wirtschaftlichen und Machtinteressen durchsetztes Feld der Kunst zeigt („Magic Lantern Cycle“, 2015).

Waehrend sich der erste Teil der Reihe dem Begriff Fantasie gewidmet hat, wendet sich der zweite nun dem Begriff Ausdruck zu; gefolgt von einem dritten Teil, der den Begriff Authentizitaet ins Blickfeld ruecken wird. Alle drei Teile verstehen sich als ineinandergreifende Aspekte eines Nachdenkens ueber kuenstlerische Praxis und gruenden in dem Versuch, Begriffe fuer jene Momente zu finden, die an kuenstlerischen Arbeiten interessant sind; also positiv zu benennen, was denn nun die Aspekte sind, die auf Interesse und Resonanz stoßen, und nicht nur in einer Negation zu formulieren, dass sich manch zeitgenoessische Kunst zu sehr im Durchdeklinieren von Referenzen, im Aufrufen eines kritischen Impetus, in einem Diskurs geschulten Vokabular oder in der glatten Oberflaeche erschoepft. Erstaunlich ist, dass bei diesem Versuch vor allem Begriffe ins Blickfeld ruecken, die vornehmlich als obsolet und reaktionaer gelten (Fantasie, Ausdruck, Authentizitaet). Was jedoch auch interessant ist, und zwar insofern als sich darin ein Begehren zu zeigen scheint, ebenjene Begriffe auch fuer zeitgenoessische Kunst nutzbar zu machen, da mit ihnen offenbar etwas benannt werden kann, das mit dem Wesen und Mehrwert von Kunst zu tun hat; also etwas, das nicht nur Wissen und Erfahrung, sondern auch Intensitaeten zu erzeugen vermag. Anliegen der Ausstellungsreihe ist es daher, sich den genannten Begriffen mit dem Bewusstsein von ihrer Aufgeladenheit und Fragwuerdigkeit jenseits eines klischeehaften Verstaendnisses zu naehern, um zu gucken, wie weit und wohin man mit ihnen kommen kann. Allerdings hat sich die Gemengelage in den letzten Jahren verkompliziert. So sieht sich vor dem Hintergrund einer immer lauter werdenden Kritik an entleerten kritischen und politisierten Kunstpraktiken zwar das Aufrufen ebenjener Momente nicht mehr gleich dem Generalverdacht ausgesetzt, einem hoffnungslos altbackenen Kunstbegriff zuzuarbeiten, doch gilt es nun Sensibilitaeten dafuer zu entwickeln, dass sich im Zuge der Kritik am "Politischen als Stil" (James Meyer) nicht eine "Neue Empfindsamkeit", quasi eine "Intensitaet als Stil" einschleicht; basierend auf der Reaktivierung einer auf das Formale beschraenkten Vorstellung von der Autonomie der Kunst.

Waehrend die Fantasie Grundlage jeglichen Erkennens bildet – denn die Seele denkt, so Aristoteles, nicht ohne Bilder – und rein imaginaer bleiben kann, ist es hingegen das Wesen des Ausdrucks sinnlich in Erscheinung zu treten. Ausdruck oder etwas ausdruecken oder sich selber ausdruecken ist jedoch im Unterschied zum Zeichen, das entsprechend festgelegter Konventionen auf etwas hindeutet und benennt, nicht auf eine einfache Bezeichnungsbeziehung oder ein Repraesentationsmodell zurueckfuehren. Vielmehr zeigt sich im Ausdruck eine latente und eben nicht explizite Bedeutung; eine Bedeutung also, die nicht ueber den Umweg des Sinnzusammenhangs, sondern unmittelbar erzeugt wird, die tendenziell unbestimmt, unabgeschlossen und unendlich ist. Diesem Moment des Unmittelbaren und Ungesaettigten, dessen Annaeherung ganz im Sinne des Ausdrucksverstehens keine Sache der Decodierung ist, gilt das die Ausstellung leitende Interesse. Wenn im Bezug auf die Fantasie galt, dass diese jeglicher kuenstlerischen Praxis zugrunde liege, da in ihr imaginaere Bilder mittels Einbildungskraft in reale ueberfuehrt werden, so scheint diese Allgemeingueltigkeit fuer den Ausdruck indes nicht zuzutreffen. Kann doch ein Gros an zeitgenoessischer Kunst als reine Transformationsleistung, als reines Zeichen gesehen werden, das in einem einfachen Referenzmodell aufzugehen scheint. So zielt die Ausstellung explizit auf kuenstlerische Arbeiten, die gerade nicht in der Repraesentation ihre Voraussetzung finden. Auch wenn damit Momente des Unmittelbaren und Unabgeschlossenen im Vordergrund stehen, soll es jedoch nicht um kuenstlerische Praktiken gehen, die sich in einem reinen Ausagieren von Unmittelbarkeit erschoepfen. Zwar liegt das Augenmerk auf dem Unmittelbaren, ohne jedoch ausschließen zu wollen, dass es in den adressierten Arbeiten auch Ebenen gibt, die etwas Spezifisches meinen oder auf etwas Konkretes referieren. Wenn Ausdruck also ein zur Erfahrung Kommen ist, ihm jedoch keine Referenzbeziehung zugrunde liegt, so stellt sich die Frage, was oder wer sich da eigentlich ausdrueckt, wenn sich etwas ausdrueckt. Landlaeufig wird mit Ausdruck ganz essentialistisch ein Selbst verbunden, es kann sich aber auch etwas durch etwas anderes hindurch ausdruecken (bspw. durch ein Medium). Dabei dient das, durch das etwas ausgedrueckt wird, als Instrument und markiert so die Kehrseite dessen, was Benjamin als 'Sprachmagie' bezeichnet hat; wobei er unter 'Sprache' saemtliche Aeußerungen verstanden wissen will, sie also von jeglicher Wortgebundenheit losloest. 'Etwas durch etwas' ausdruecken unterscheidet sich demnach von 'etwas in etwas' ausdruecken. Ist mit dem ersten ein instrumenteller Gebrauch gemeint, durch den Informationen und Inhalte mitgeteilt werden, so bezieht sich das zweite auf jene Ebene des Sprechens, bei der eine vom Sinn unabhaengige Bedeutung erzeugt wird. Diese ist, auch wenn sie mit dem Inhalt des Gesagten nicht uebereinstimmen muss, ja sogar ueber das Gesagte hinausgehen kann, dennoch der Sprache implizit und teilt sich in ihr unmittelbar mit. Diese Idee der Sprachmagie, die auch als 'Ausdrucksmagie' bezeichnet werden kann, scheint im Kontext der Ausstellung gerade deshalb interessant, da mit ihr der Versuch unternommen wird, die Wirksamkeit des Ausdrucks daraufhin zu denken, dass sich im Ausgedrueckten eben etwas anderes zeigt als das Repraesentierte. Ausdruck kann aber auch aufgefuehrt werden (etwa im Schauspiel), wobei sich diese Form des Ausdrucks von der zuvor beschriebenen unterscheidet. Sind doch unter anderem die Gefuehle, die von den Schauspieler/innen gezeigt werden, nicht zwangslaeufig auch ihre, sondern werden lediglich in Szene gesetzt, verdanken sich mithin einer bestimmten Regeln folgenden Uebersetzung. Eine aehnliche, nicht mit sich selbst identische Exemplifikation kann auch fuer kuenstlerische Werke gelten. Koennen diese doch beispielsweise Traurigkeit ausdruecken, ohne dass sie selbst traurig sind (oder auch nur traurig sein koennten) wie auch die Kuenstler/innen nicht zwangslaeufig Traurigkeit empfunden haben muessen, um die Werke anzufertigen. Dies bedeutet, dass der Gegenstand, um eine Eigenschaft ausdruecken zu koennen, diese jedoch nicht auch tatsaechlich haben muss. Er kann sie allein metaphorisch, muss sie aber eben nicht buchstaeblich besitzen. Folglich kann Ausdruck auch Effekt sein. Dies heißt aber nicht, dass er dadurch auch 'unwahr' ist. Stellt sich doch angesichts der Bedingt- und Konstruiertheit von Subjekten ohnehin die Frage, ob letztlich nicht jede Ausdrucksaeußerung konstituierenden Bedingungen unterliegt, es demnach also gar keinen "wahren" (aber eben auch keinen "unwahren") Ausdruck geben kann. Was wiederum bedeutet, dass jede Vorstellung von Substanz oder Essenz ins Leere laufen muss. Ausdruck ist also an keine Substanz gebunden, obgleich er relational ist und sich auf etwas zurueckfuehren laesst. Wenn also vom Selbst die Rede ist (etwa das Selbst des Kuenstlers oder das Selbst des Werkes), ist damit eben nicht ein authentisches, ungebrochenes, mit sich selbst eins seiendes, sprich ein nicht konstruiertes gemeint. Um dieser Ambivalenz gerecht zu werden, aber auch um Ausdruck als etwas ueber den intendierten Sinn Hinausgehendes, tendenziell Unbestimmtes nicht aufgeben zu muessen, muss beides, d.h. Ausdruck und Konstruktion, zusammengedacht werden. In diesem Versuch scheint eine Naehe zu den Riten der Besessenheit auf, denn auch diese sind, so Michel Leiris, ein zwiespaeltiger Zustand, bei dem das Verhalten des Besessenen sowohl von echter Beteiligung als auch von an Konventionen geschulten Ausdrucksformen (etwa die Art wie die Besessenen den sie in Besitz nehmenden Geist zu verkoerpern haben) gekennzeichnet ist. Obwohl die Besessenheit sich folglich als ein letztlich kontrolliertes Unterfangen erweist, bedeutet die Regulierung und Formalisierung des Besessenseins jedoch nicht, dass es auch in allen Stuecken kuenstlich fabriziert ist. Denn das Interessante und Entscheidende liegt gerade darin, dass die Besessenen zwar eine Rolle spielen, dies aber in dem Glauben, dass sie unter Einwirkung einer tatsaechlichen Macht staenden. Etwas Sein und etwas Darstellen ist hier also kein Widerspruch. Vielmehr fallen Taeuschung und reale Bekundung in eins, so dass das Besessensein als gelebtes und nicht als gespieltes Theater zu begreifen ist. Denn waere es reines Theater, waere es folgenlos. Es wird jedoch von einem Moment des Magischen getragen, bei dem die Wirkung das Register der sie verursachenden Handlungen uebersteigt. Interessant scheint in diesem Zusammenhang, dass auch der Expressionismus - seinem Namen nach der Expression verpflichtet - von einem Ineinanderfallen von Konstruktion und Expression und damit von einer Aufloesung ihrer scheinbaren Gegensaetzlichkeit gekennzeichnet ist. Expressive Kunst kann eine sehr stark konstruierte sein, wenn auch keinen vorgegebenen, kanonischen Regeln folgend, sondern Regeln, die ihren Ursprung in ihr selbst finden und nicht andernorts entlehnt sind. Ausdruck ist hier also an eine relative Autonomie gebunden. Ein weiterer Aspekt des Expressionismus ist es, dass sich bei ihm der Ausdruck in den Arbeiten als Ganzes zeigt, das heißt in bestimmten Eigenschaften, die sie als realisierte Konstellationen aufweisen, und nicht in vereinzelten Zeichen, die an etwas Auszusagendes rueckzubinden sind. Da fuer den Expressionismus also das relevant ist, was ausgeloest, und nicht das, was ausgesagt wird, erweist er sich vom Zwang zur Narration ebenso befreit wie vom vorgefertigten Zeichen. Folglich koennte in seinen Praemissen auch eine Antwort auf die Frage liegen, ob und wie sich jenseits von Referenz sowie Fest- und Zuschreibung sprechen ließe. Unabhaengig all dieser Ueberlegungen ist Ausdruck jedoch zuallererst einmal ein in Beziehungtreten und weist Momente der Begegnung und Kommunikation auf. Denn der Mensch bringt sich, so Benjamin, in der 'Sprache' zum Ausdruck, teilt sich mit und zwar dem Anderen mit. Damit liegt im Ausdruck der Zugang zum Anderen, wird uns dieser im Ausdruck erst gegenwaertig. Denn sich ausdruecken laesst sich nicht delegieren. Der Mensch kann zwar von anderen repraesentiert, aber eben nicht ausgedrueckt werden. Und in dieser Bezugnahme, in diesem sich an und auf den Anderen (Aus)Richten liegt denn vermutlich auch jene Intensitaet begruendet, die der Ausdruck jenseits von Mitteilung und Aussage zu erzeugen vermag.

Veranstaltungen

"Kunst und Kuchen" Spezial
Musik und Videos von Fanal (Kai Althoff)

Sonntag, 18. Dezember 2016, ab 15.00 Uhr


"Ausdruckstanz" – Workshop mit Helga Gerhard-Schroeder und Anneliese Maaß
Samstag, 21. Januar 2017, 15.00 – 16.30 Uhr
Fuer Kinder, Jugendliche und Erwachsene

"Wuthering Sappho" – Musikperformance von Sonja Cvitkovic, Michaela Meise und Birgit Megerle
Sonntag, 29. Januar 2017, 16.00 Uhr

"Mitglieder fuehren" mit Cornelia Kastelan
Mittwoch, 01. Februar 2017, 18.00 Uhr

"Druckwerkstatt"
Samstag, 04. Februar 2017, 11.00 – 13.00 Uhr
Fuer Kinder und Jugendliche von 6 bis 12 Jahren

Die Ausstellung wird grosszuegig gefoerdert durch das Land Niedersachsen, die Sparkassenstiftung Lueneburg, den Lueneburgischen Landschaftsverband und die Hansestadt Lueneburg. Das Vermittlungsprogramm wird ermoeglicht durch das Land Niedersachsen, die VGH-Stiftung und die Niedersaechsische Lotto-Sport-Stiftung.

Immanuel Birkert - Dowsing


Immanuel Birkert
Dowsing

Galerie der HfbK Hamburg

Opening:
January 11, 7pm

Dowsing
For many years, artists in almost all countries, especially in Germany, try everything to examine the utility of the Wünschelrute in various artistic tests. Every opportunity is taken to compare reports from diviners with actual data of fine arts. The results of these tests were clear: A connection between dowsing and fine arts is neither proven nor even likely to exist. Therefore, it is necessary to point out to the directors of the mentioned artistic surveys that the Wünschelrute is completely useless for the search of how to be a real artist. Due to these artistic findings, the utilization of dowsing has to be rejected especially concerning works that are financed by public funds. So many people say: please don’t dowse fine arts – just be an artist. However, fuck them all! Of course I’m convinced by the Wünschelrute! So I came up with some dowsing comparisons..

Opening: De Ateliers "Side Show" an exhibition by Brendan Anton Jaks and Deniz Eroglu

“Side Show”
a collaborative exhibition between Brendan Anton Jaks and Deniz Eroglu

The tendency to focus on the accumulation of wealth as a marker for success and status is a concern in the practices of both Eroglu and Jaks. This relentless pursuit of wealth seems to be regarded as the apex of life in most societies in the world today; be it on an individual as well as a societal level.

The artists’ two installations both depart from autobiographical circumstances:

Brendan Anton Jaks’ free hanging light installations are made from metallic reflective light hoods used in hydroponic grow systems. These refer to growing marijuana for commercial purposes in a country where one can buy a small amount of the drug legally in a controlled setting, however the act of producing it on a commercial level is still highly illegal. Jaks' intrigue stems from a fascination with the self-sufficient lifestyles of individuals who achieve wealth and success by working oustide of legal boundaries set by society's governing bodies.

Deniz Eroglu’s long metallic river installation with a milky iridescent liquid running through it as well as piles of honey coins positioned around the space refer to a TV-programme about Turkish immigrants that the artist watched as a child in Denmark. The programme had the title “The Land of Milk and Honey” and referred to Denmark as a land of abundance and splendour that unsophisticated and coarse immigrants from Turkey were very eager to colonise in their quest for a better life. The portrayal of the immigrants made an indelible impression on the artist, being of Turkish descent himself.

Brendan Anton Jaks b. 1983 in Yuba City, California
Studied at Rietveld. Former resident at De Ateliers.
Recent shows at Stedelijk, De Appel, Gabriel Rolt Gallery, Gallery Fons Welters, Galerie Jerome Pauchant

Deniz Eroglu b. 1981 in Skive, Denmark
Studied at Funen Art Academy and Städelschule.
Currently artist-in-residence at the Rjksakademie van Beeldende Kunsten
Recent shows at MMK Frankfurt, Overgaden Institut for Samtidskunst, Kunsthalle Baden-Baden, Kunsthalle Krems, the Marrakech Biennial

De Ateliers, Amsterdam
Opening reception Friday the 9th of December 17-19
Open by appointment Saturday the 10th - Friday the 16th
email: info@denizeroglu.net

FELD+HAUS Weihnachtsbaumverkauf am 11.12.16, 16 Uhr



Weihnachtsbaumverkauf am 11.12.16, 16 Uhr
mit Bäumen von:

Lars Karl Becker
Anne Lina Billinger
Andreas Diefenbach
Martin Feldbauer
Hilli Hassemer
Sandra Havlicek
Oliver Heinzenberger
Julian Heuser
Dragana Jurisic
Özcan Kaplan
Yasuaki Kitagawa
Tina Kohlmann
Björn Koop
Knut Liese
Rachel von Morgenstern
Katharina Schücke
Dexi Tian
Ragunath V.
Catrine Val
Martin Wenzel
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FELD+HAUS GmbH
Kleine Rittergasse 11
60594 Frankfurt am Main
Germany
+49 (0) 69 219 215 38
feld+haus@feld-haus.com
www.feld-haus.com

08/12/16 THE WHITE SHADOW opening at Peles Empire, Berlin

the white shadow

Mark Barker
Mariechen Danz
Benedicte Gyldenstierne Sehested

opening 08/12/16
7-9pm
09/12/16 - 22/01/17
show open by appointment
please contact pelesempire@gmail.com

vice versa


03.12.2016
23:00 - 05:00h

Partykeller Bockenheim 
Mertonstraße 23-25
Frankfurt

KELLER:
* ANTR (G -EDIT / LPZ) https://soundcloud.com/goldenant

* rZr (G -EDIT / LPZ)

* DJ Sigg Logg (FFM) https://soundcloud.com/dj-sigg-logg

* myshkyn (FFM) https://soundcloud.com/myshkyn

FLUR: 
*DRINKS Fill Collins and Suns

BACKGROUNDMUSIC: DonDiva718 // Jack Hightower // myshkyn

 
#UNDERGROUND #PURPLEATMOSPHERE #MOUNTAINDEWVODKA #CUSTOMIZED #FEMALE/RAP/RNB #BASSMUSIC #TRAP

Schnitt Schnitt


Schnitt Schnitt
Eröffnung 02 10 16

03 10 16
08 01 17

http://www.kunsthalle-darmstadt.de/

Wo steht die Collage, ein Kind der Moderne, heute? Dieser Frage geht die Ausstellung «Schnitt Schnitt» nach, indem sie sowohl klassische Positionen wie auch Zeitgenossen in den Blick nimmt. Dementsprechend werden Arbeiten der Collage-Pioniere Alfred Nungesser und Jiří Kolář den Collagen junger Künstlerinnen und Künstler wie der Iranerin Nazgol Ansarinia gegenübergestellt. Das Grundprinzip von Schneiden und Zusammensetzen denken viele der gezeigten Künstler auf zweierlei Art und Weise weiter, indem sie die Collage zu einem Phänomen der Wahrnehmung erklären oder deren Prinzipien auf den Stadtraum übertragen. Diese beiden Richtungen schließen einander nicht aus. So stellt Martin Brüger im Großen Saal der Kunsthalle aus den Resten von zwei Pavillons Baujahr 1983, die von den Verkehrsbetrieben der Stadt Darmstadt abgerissen wurden, eine Skulptur auf, die wie Hans Holbeins Botschafter in der National Gallery London eine Anamorphose enthält. Durch schnelle Schnitte und Überblendungen wird in dem «Mann mit der Kamera» (1929) von Dziga Vertov das hektische Großstadtleben selbst erfahrbar. Sprache, Sound und Licht verknüpft Alexander Tillegreen mit einer Täuschung des Gehörs, der sogenannten Oktav-Illusion. Die Ausstellung prophezeit der Collage ein langes Leben.

Künstler in der Ausstellung

Nazgol Ansarinia
Martin Brüger
Raphael Danke
Ulrich Horndash
Jiří Kolář
Eoin Mc Hugh
Radenko Milak & Roman Uranjek
Alfred Nungesser
Annegret Soltau
Alexander Tillegreen
Dziga Vertov

NEW MMODEMM TAPE SERIES


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MMODEMM'S NEW 
 MDM # SERIES 

Happy to announce: we are kicking off a new series of music on tape starting with two releases as of now:
  • MDM #1 ROLANDE GARROS (REISSUE)
  • MDM #2 DANSE MUSIQUE RHÔNE-ALPES
get yours over at bandcamp or at our next mutual date ⬇

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DATES 
 NOV 24   9 PM!  MMODEMM NIGHT @ Dora Brilliant, Frankfurt
with DANSE MUSIQUE RHÔNE-ALPES  LIVE  (EP RELEASE)DJ NAME(BUTTONS / RIVULET, LEIPZIG), ELLIS (SCHONEN / 069, FFM)

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MMODEMM.COM 
FACEBOOK
SOUNDCLOUD
BANDCAMP

EXKO


EXKO

ELIZABETH DORAZIO * MARGARETHE KOLLMER * CORINNA KREBBER * CAROLIN KROPFF * MALATSION * MAX PAUER * ALBRECHT WILD

Schulstraße 1A
25.11. -11.12.2016

opening 24.11.2016 19.00

AusstellungsHalle
Kunst in Frankfurt e.V.
Schulstraße 1A
60594 Frankfurt am Main

"PICTURING YOU"


"PICTURING YOU"

Babette Semmer

opening at JOHAN
Städelschule
Dürerstraße 10
60596 Frankfurt am Main

November 23
7-10 pm
 
Exhibition
November 24 - December 2

COMFORT

 
Aileen Murphy
Nolico Taki / Sathit Sattarasart
"Comfort"

Opening: Friday, 25 November 2016, 6pm
26 November - 31 December 2016

ONE FOOT IN DOOR
Mainluststrasse 15, Frankfurt am Main

Opening Hours by appointment:
atem@atemmeta.de

Projektraum Museum Wiesbaden

Jonas Weichsel
Projektraum Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2
65185 Wiesbaden

Ausstellungsdauer: 18.Nov 2016 - 19.Feb 2017
Eröffnung: 17. Nov 19 Uhr

"RELENTLESSLY BEATING RELENTLESS BUSH"

"RELENTLESSLY BEATING RELENTLESS BUSH"

Willarson Brandt & José Montealegre

opening at JOHAN

Städelschule
Dürerstraße 10
60596 Frankfurt am Main

Opening
November 15
7-10 pm

Exhibition
November 16 - 21

Ani Schulze and George Rippon

E X H I B I T I O N   O P E N I N G
Ani Schulze, George Rippon
Voyage autour de ma chambre
kuratiert von Oona-Léa von Maydell

Reisebürogalerie, Cologne
Diko Reisen
Komödienstraße 48
50667 Köln

Opening: Thursday, November 17th, 6 – 9 pm
18/11/2016- 07/01/2017

Photo: Ian Edmonds

MICHAEL SEIDNER. SIEBZEHN


Einladung zur Eröffnung der Sammlungspräsentation 
MICHAEL SEIDNER. SIEBZEHN
25. November 2016 bis 2. April 2017

Donnerstag, 24. November 2016, 18 Uhr

Dr. Eva Kraus, Direktorin Neues Museum, und 
Manfred Rothenberger, Direktor Institut für moderne Kunst Nürnberg,
im Gespräch mit dem Künstler

In Michael Seidners Malereien, auf meist kleinformatigen Leinwänden, entstehen Setzungen von übereinander liegenden Farbschichten mit abstrakten, gestischen Kompositionen. Immer sind es farbige Stimmungsbilder, die stark aufgeladen sind. Inspirieren lässt er sich von klassischer wie auch zeitgenössischer Musik, aktuell auch von prähistorischer Höhlenmalerei, die auf ihn eine Faszination ausübt. Seidners Arbeiten sind expressive und doch stille, starke wie auch lyrische Artikulationen, melodische Bildwelten. Farbexistenzen ohne symbolische Verweise, sie vertrauen sich allein der Alchemie des Mal-Aktes an, in der sich Farbmaterie in pure Erscheinung umwandelt.

Der 1985 in Erlangen geborene Künstler studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und an der Städelschule in Frankfurt. Die Museumsinitiative Freunde und Förderer des Neuen Museums e. V. erwarb zwei Gemälde von Michael Seidner, die in einem durch Leihgaben ergänzten Ensemble, vom Künstler selbst gehängt, erstmalig vorgestellt werden.

NEUES MUSEUM
Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg 
Klarissenplatz 90402 Nürnberg